Pianistin
Nicht nur die Geige begleitet Julia Fischer seit ihrer frühen Kindheit, auch Klavierspielen lernte sie bereits im Alter von vier Jahren. Klavier übte Julia Fischer zunächst genauso intensiv wie Geige und in ihrer Kindheit gewann sie Preise bei „Jugend musiziert“. An ihrem 12. Geburtstag spielte sie in der Slowakei Schumanns Introduktion und Allegro appassionato mit dem dortigen Konservatoriumsorchester. Doch irgendwann stand die Geige im Vordergrund – vielleicht schon einfach dadurch, dass das Klavier häufig von ihrem Bruder und natürlich ihrer Mutter, der Pianistin Viera Fischer, belegt war! Auch nach der Entscheidung für eine Karriere als Geigerin, die 1995 mit dem Gewinn des Yehudi-Menuhin-Wettbewerbs international beginnen konnte, spielte das Klavier weiterhin eine wichtige Rolle in Julia Fischers Leben. So wichtig, dass sie sich 2008 den Traum erfüllen konnte, innerhalb eines Konzerts sowohl ein Klavier- als auch ein Violinkonzert aufzuführen. An der Alten Oper Frankfurt spielte sie mit der Jungen Deutschen Philharmonie unter der Leitung von Matthias Pintscher im Rahmen des Neujahrskonzerts sowohl das dritte Violinkonzert von Camille Saint-Saëns als auch das Klavierkonzert a-Moll von Edvard Grieg. Sie wiederholte diesen außergewöhnlichen Auftritt am 4. Januar 2008 in Sankt Petersburg. Seitdem ist sie weiterhin mindestens ein Mal pro Jahr bei Kammermusikkonzerten am Klavier zu erleben.