Biografie
Julia Fischer gehört zu den führenden Geigensolisten weltweit und bringt ihre künstlerische Vielfältigkeit nicht nur als Geigerin, sondern auch als Pianistin, Kammermusikerin und Leiterin solch bedeutender Ensembles wie der Academy of St. Martin in the Fields zum Ausdruck. Mit gerade einmal vier Jahren begann für die 1983 in München geborene Tochter deutsch-slowakischer Eltern der künstlerische Weg und bereits im Alter von neun Jahren wurde sie als Jungstudentin von der renommierten Geigenprofessorin Ana Chumachenco unterrichtet. Im Herbst 2011 übernahm sie deren Nachfolge und ist damit selbst Professorin an der Hochschule für Musik und Theater in München.
2012/2013 ist Julia Fischer „Artist in Residence“ beim Konzerthaus Berlin: Sie eröffnet die Saison gemeinsam mit Daniel Müller-Schott mit dem Brahms-Doppelkonzert unter dem neuen Chefdirigenten Iván Fischer, im Laufe der Saison folgen weitere Orchester- und Kammermusikkonzerte. Den Abschluss der Residency bildet ein Konzert im Juni 2013 mit ihrem in der letzten Saison gegründeten Julia Fischer Quartett. Das Quartett, in dem sie gemeinsam mit dem Geiger Alexander Sitkovetsky, dem Bratscher Nils Mönkemeyer und dem Cellisten Benjamin Nyffenegger spielt, fand vom ersten Auftritt an höchstes Lob bei Publikum und Presse, für die Zukunft sind weitere Tourneen geplant.
Im März geht Julia Fischer auf Tournee mit dem Tonhalle-Orchester Zürich und David Zinman durch Deutschland. Mit letzterem spielte sie 2012 das Violinkonzert Nr. 1 von Max Bruch sowie das Dvorák-Violinkonzert ein, im März 2013 erscheinen die beiden Werke auf CD bei der Decca erscheinen. Im Mai gibt Julia Fischer ihr Debüt mit den Wiener Philharmonikern, auf dem Programm das Beethoven-Violinkonzert und das Violinkonzert von Esa Pekka Salonen, welches sie unter seiner Leitung zur Aufführung bringt. Eine Solorezital-Tournee mit Werken von Bach, Ysaÿe und Hindemith führt Julia Fischer im Frühsommer in die Alte Oper Frankfurt, in das Berliner Konzerthaus und das Münchner Prinzregententheater.
Zu einem Höhepunkt ihrer Laufbahn zählt Julia Fischers „vorzügliches Philharmoniker-Debüt“ (Salzburger Nachrichten) bei den Salzburger Osterfestspielen 2011 mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle. Bei vielen weiteren großen Festivals ist sie regelmäßig zu Gast sowie bei den wegweisenden Orchestern weltweit.
Anfang 2008 gab Julia Fischer, die nie das Klavierspielen aufgegeben hat, in der Alten Oper Frankfurt ihr Debüt als Pianistin mit Griegs Klavierkonzert und spielte im selben Konzert auch noch ein Violinkonzert von Saint-Saëns. Dieses viel gelobte Konzert wurde von der Unitel mitgeschnitten und im August 2010 als DVD bei der Decca veröffentlicht. Seit 2009 ist Julia Fischer Exklusivkünstlerin der Decca, wo sie als Debüt-CD die Violinkonzerte von J. S. Bach (Academy of St. Martin in the Fields) herausbrachte. 2010 folgten die Caprices von Paganini. Im April 2011 erschien ihre aktuelle CD Poème mit Werken von Chausson, Respighi, Suk und Vaughan Williams.
Ihre ersten CDs veröffentlichte Julia Fischer bei dem Label PentaTone: darunter die Russischen Violinkonzerte (2004) und Tschaikowskys Violinkonzert (2006) - jeweils mit dem Russischen Nationalorchester unter Yakov Kreizberg. Mit Martin Helmchen brachte sie 2010 eine Einspielung der gesamten Schubert-Sonaten heraus.
Ihre Einspielungen stoßen auf höchstes Lob bei den international wegweisenden Medien und wurden mit vielen Auszeichnungen wie dem BBC Music Magazine Award, dem Choc der Monde de la Musique, dem Diapason d’Or de l’Année und dem ECHO Klassik bedacht.
Viele weitere Preise ehren die Künstlerin: 2006 wurde Julia Fischer in die Jahrhundert-Geiger-CD-Edition der Süddeutschen Zeitung aufgenommen. 2007 erhielt sie als Artist of the Year den international hoch angesehenen Gramophone Award und 2009 den MIDEM Classical Award in Cannes. 2011 verlieh ihr die Stiftung Kulturförderung den Deutschen Kulturpreis.
Julia Fischer spielt auf einer Geige von Giovanni Battista Guadagnini aus dem Jahre 1742 sowie auf einer Augustin Geige (2011).

